Kandidatur für die Bundestagswahl

Zu lange schon beruht unser Zusammenleben auf dem Glauben, unser Planet sei ein unerschöpfliches Ersatzteillager. Zu lange schon betreiben wir Menschen Raubbau an unseren eigenen Lebensgrundlagen. Doch in den letzten Jahren wird immer spürbarer, dass unser Wohlstand den Schutz unserer Ökosysteme erfordert. 
Fridays for Future hat endlich einen passenden Schlüssel gefunden, um Öffentlichkeit für diese Probleme zu lenken. Trotzdem ist unklar, ob Politik dazu in der Lage ist, mit dem Schlüsssel das Tor rechtzeitig zu öffnen und gemeinsam eine Zukunft bauen, die diesen Namen verdient. 

Die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig es ist, in großen Krisen schnell zu handeln um Menschen vor Gefahren zu schützen. Nicht jede Entscheidung hat sich im Nachhinein als richtig herausgestellt, aber dennoch hat diese Krise verdeutlicht, dass Vieles möglich ist, wenn der politische Wille da ist.

Es gilt zu zeigen, dass die Demokratie in der Lage ist, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir Politiker*innen müssen beweisen, dass wir auch die großen Probleme unserer Zeit angehen können, wenn wir gemeinsam global denken und lokal handeln, wenn wir auf den verschiedenen Ebenen der Politik zusammenarbeiten. Dafür möchte ich mich bei euch als Direktkandidatin für unseren Wahlkreis München-Süd bewerben.

„Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“ (Konfuzius)
Unsere Politik will große Ziele in konkreten Schritten erreichen und dabei stets dialogorientiert sein. Es geht aber nicht nur darum, unsere Politik möglichst gut zu erklären, sondern darum, dass wir möglichst viele Menschen einladen, mit uns gemeinsam Politik zu gestalten. Denn Beteiligung ist das beste Mittel gegen Demokratieverdrossenheit.
Im 6-köpfigen Grünen Bundesvorstand habe ich in den letzten Jahren gemeinsam mit meinen wunderbaren Vorstandskolleginnen und -kollegen versucht, die Bundespartei entlang dieser Zielsetzung aufzustellen. Als Koordinatorin der internationalen Arbeit unserer Partei und  Leiterin der Schreibgruppe des Europawahlprogramms konnte ich erleben, dass Politik erfolgreich ist, wenn sie sich vor den Zukunftsaufgaben nicht versteckt, sondern konkrete Wege mit großen Zielen verbindet. Bei der Erarbeitung des neuen Grundsatzprogrammentwurfs konnte ich mit vielen Parteimitgliedern diskutieren, wie wir unser politisches Fundament erneuern und stärken, damit wir auch in schwierigen Zeiten unseren politischen Kompass nicht verlieren.


“Europa ist kein Ort, sondern eine Idee.” (Lévy)
In meiner bisherigen Arbeit hat sich immer wieder bestätigt, dass es der Bundespolitik an einer europäischen und internationalen Perspektive mangelt. Das ist tragisch, denn ohne Verständnis für die internationalen Auswirkungen nationaler Politik und ein gemeinsames Verständnis von Herausforderungen mit unseren europäischen Partnern, werden wir Probleme wie die Klimakrise oder Herausforderungen von Migration und Flucht nicht lösen können.

Viele Menschen stört, dass unser Finanzsystem sich demokratischer Kontrolle entzieht und unvorstellbaren Reichtum für einige wenige erzeugt, auf der anderen Seite Krisen verursacht, die von allen bezahlt werden müssen. Doch nur mit starken internationalen Strukturen werden wir das ändern und das Finanzsystem demokratisch regulieren können. 

Kein Staat kann in einer globalisierten Welt diese Ziele alleine erreichen. Die deutsche Politik hat ihre zentrale Rolle in Europa aber bisher kaum zur Weiterentwicklung der EU genutzt und stand auf dem Weg zu finanzpolitischer und ökologischer Gerechtigkeit und einer demokratischen Weiterentwicklung der EU auf der Bremse.

Daher möchte ich mich im Parlament für eine sozial-ökologische Politik einsetzen, die wirtschaftspolitische Entscheidungen europäisch koordiniert und konsequent an Klimaabkommen und den nachhaltigen Entwicklungszielen ausrichtet.

Es ist nicht nur Zeit, für mehr weibliche und junge Perspektiven im Parlament. Es ist auch höchste Zeit, sich den vor uns liegenden Krisen mit einer internationalen und europäischen Perspektive zu widmen.


„Wahlen alleine machen noch keine Demokratie.“ (Barack Obama)
Bewegungen wie Fridays for Future, Seebrücke oder #Unteilbar zeigen auf, wie man auch zwischen den Wahlen als Zivilgesellschaft Politik gestalten kann. Und erst kürzlich bei der Kampagne #LeaveNoOneBehind haben wir gesehen, wie viel ein gemeinsames Engagement von Kunst, Kultur und Politik bewirken kann. Doch trotzdem haben viele Menschen das Gefühl, Politik nicht aktiv mitgestalten zu können. Das kann schnell zu einer Gefahr der Demokratie werden. Deswegen möchte ich an meine bisherige Arbeit anknüpfen und mehr Brücken zwischen Zivilgesellschaft und Parlament bauen.
Auch im Wahlkreis möchte ich dazu beitragen, dass unsere Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Vereinen und der direkte Dialog mit Bürger*innen intensiviert werden kann. Es ist toll, dass die lokale Vernetzung durch die Arbeit unserer Bezirksausschussfraktionen in den letzten Jahren extrem gestärkt wurde. Ich habe Lust, gemeinsam mit euch ein neues grünes Wahlkreisbüro im Münchner Süden zu einem zentralen politischen Treffpunkt und Austauschraum zu machen und so unsere Verankerung vor Ort mit einen Treffpunkt für Ortsverbände und örtliche Zivilgesellschaft noch weiter zu unterstützen.
Wie schon vergangene Wahlkämpfe, wie etwa der Kommunalwahlkampf, der Europawahlkampf 2019 und der Landtagswahlkampf 2018 gezeigt haben, sind starke und gut organisierte lokale Wahlkämpfe extrem wichtig, um die Bürgerinnen und Bürger direkt und persönlich zu erreichen.
Da ich auch als stellvertretende Bundesvorsitzende an der Ausarbeitung von Wahlkampfformaten, Wahlkampfbotschaften und -materialen direkt beteiligt sein werde, bin ich sehr motiviert, mich in die lokale Wahlkampfplanung auch organisatorisch einzubringen und für einen guten Austausch zu Wahlkampfideen zwischen den Ebenen zu sorgen. Außerdem möchte ich im Wahlkampf gerne daran arbeiten, dass wir die Mitmachangebote für Mitglieder weiter ausbauen können und sie auch nach der Wahlkampfzeit aufrecht halten. 
In meiner Arbeit ist es mir immer wichtig, die Zusammenhänge zwischen den Ebenen auf dem Schirm zu behalten und sich gegenseitig die Bälle zuzuspielen. Darum habe ich mich in den letzten Jahren – inzwischen erfolgreich – für die Gründung einer grünen Fraktion im Ausschuss der Regionen eingesetzt, damit wir Grüne unsere kommunalen und regionalen Blickwinkel direkt auf europäischer Ebene einspeisen können. Außerdem habe ich innerhalb Deutschlands dafür gesorgt, dass grün regierte und grün mitregierte Städte und Kommunen (darunter auch die Stadt München) sich bei den Verhandlungen über den Mehrjährigen Europäischen Finanzrahmen während der deutschen Ratspräsidentschaft für kommunale grüne Interessen einbringen können. 

Der Münchner Süden sollte auch in Berlin grün vertreten sein und die Bundespolitik sollte auch im Münchener Süden stattfinden und diskutiert werden. Dafür möchte ich mich gemeinsam mit euch im nächsten Bundestagswahlkampf einsetzen.
Für Ideen, Fragen, Wünsche oder sonstige Rückmeldungen könnt ihr euch jederzeit melden.Ich treffe euch gerne, zum spazieren gehen, Eis essen oder Kaffee trinken oder auf ein Bier am Flaucher. 
Meldet euch gern, um ein persönliches Gespräch zu vereinbaren oder kommt zu einem Termin auf meiner Biergartentour. Um sicherzustellen, dass wir die Corona-Regeln einhalten, schreibt mir vorab bitte eine kurze Mail, wenn ihr kommen wollt. Unten seht ihr die Termine für die Biergartentour und eine Auswahl weiterer Termine, bei denen wir uns digital oder persönlich treffen können. 

Eure Jamila

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