CDU/CSU-Fraktion stoppt Demokratiefördergesetz

Das ist leider kein Aprilscherz: Gestern wurde bekannt, dass die CDU/CSU das Demokratiefördergesetz stoppen will – und damit den wichtigsten Teil des nach dem Lübcke-Mord, Halle und Hanau versprochenen Maßnahmenplans gegen Rechtsextremismus.

Der Grund: Unionsabgeordnete äußerten Bedenken, mit dem Gesetz könnten „zu linke“ Organisationen unterstützt werden. Sie wollen eine Neuauflage Extremismusklausel, die zivilgesellschaftliche Arbeit gegen Rechtsextremismus wieder unter Generalverdacht stellt „extremistisch“ und damit gefährlich zu sein.

Das zeigt mal wieder, wie Hufeisendenken dringend notwendige Unterstützung der zivilgesellschaftlichen Arbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus verhindert!
Nach Jahrzehnten der Ignoranz und des Kleinredens von Rechtsextremismus brauchen wir endlich wirksame, strukturelle Maßnahmen, die auch vor Ort ankommen. Dazu gehört wie die Förderung von kompetenten Organisationen, die sich in der Demokratieförderung bewährt haben.

Diese Förderung jetzt zu stoppen, ist ein verheerendes Signal an alle, die sich tagtäglich für eine lebendige Demokratie engagieren. Sie brauchen endlich finanzielle Planungssicherheit und staatliche Unterstützung!

zurück
Weitere Beiträge

Blog 27. Februar 2025

Grüne warnen vor Finanzspritze für einzelne Rüstungskonzerne

Zu den aktuellen Debatten rund um eine Reform der Schuldenbremse für Sicherheitspolitik habe ich mich über das Nachrichtenmagazin Politico geäußert. Wir dürfen die europäische Dimension in dieser Debatte nicht außer Acht lassen. Es geht auch um eine Reform der Fiskalregeln. Es braucht ein umfassendes europäisches Sicherheitskonzept, was auch, aber nicht nur Verteidigung im militärischen Sinne umfasst.