Anlässlich des zweiten nationalen Genozid-Gedenktags in Namibia am 28. Juni 2026 habe ich im Spiegel und im Africa Table auf die feststeckende deutsch-namibische Versöhnung aufmerksam gemacht und vorgeschlagen, dass Deutschland Namibia endlich um Vergebung bitten sollte, um den Stillstand zu beenden. Dies würde einen ersten Schritt hin zur Versöhnung darstellen und die längst überfällige Entschuldigung auch ohne bilateralen Vertrag erbringen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass andere Versöhnungsschritte vorangebracht werden, wie die Restitution von Kulturgütern und menschlichen Überresten, die Stärkung der Kolonialvergangenheit in der deutschen Erinnerungskultur und die Errichtung eines zentralen Denkmals für die Opfer in Berlin.
Die Bundesregierung gibt Milliarden für Sicherheit aus und spart an der Stabilität des Landes
In dieser Woche hat das Bundeskabinett den Haushaltsentwurf für 2027 beschlossen. Die Bundesregierung verkauft ihn als Haushalt für mehr Sicherheit und Zukunft. Tatsächlich erreicht er das Gegenteil: Dieser Haushalt untergräbt die Sicherheit, die er schaffen will, schränkt die Handlungsspielräume künftiger Generationen ein und legt den Grundstein für die nächsten Krisen. Mit dem Entwurf plant die... weiterlesen