„Muss Deutschland „kriegstüchtig“ werden?“ Mit dieser Frage haben die Schüler:innen des Asam-Gymnasiums in Giesing eine Podiumsdiskussion organisiert und damit eine Debatte angestoßen, die aktueller kaum sein könnte.
Mein Take: Der Begriff „kriegstüchtig“ ist aus der Zeit gefallen und führt in die falsche Richtung. Worum es wirklich geht, ist unsere Verteidigungsfähigkeit und eine starke, resiliente Gesellschaft, die Krisen standhält.
Sicherheit ist eine Aufgabe für uns alle. Es braucht Angebote, damit sich Menschen jeden Alters freiwillig einbringen und weiterentwickeln können, im Militär genauso wie im zivilen Bereich, etwa im Katastrophenschutz, im Sanitätsdienst oder in der IT.
Klar ist aber auch: Mehr Geld für Militärausgaben darf nicht auf Kosten von sozialer Gerechtigkeit oder ökologischem Fortschritt gehen. Sicherheit ist mehr als militärische Stärke. Sie umfasst auch soziale Stabilität und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Deshalb müssen wir Zukunftsinvestitionen endlich strukturell ermöglichen, durch eine Reform der Schuldenbremse und durch eine faire Steuerpolitik, bei der sich auch Millionär:innen und Milliardär:innen angemessen beteiligen.